Projekte


Ein Weg zur Integration massgeblicher Kompetenzen.

Projekte sind für uns wichtig, weil nur in ihnen das Lernen eingebettet ist in soziale Erlebnisse, in exploratives Erarbeiten neuer Zusammenhänge und in die Auseinandersetzung mit sich selbst. Wichtige Grundlagen für die Persönlichkeitsbildung und eine wichtige Stütze für Motivation und Begeisterung. 

Das Berufsarbeitsprojekt

Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse steigen mit einem Berufsprojekt ein: wo/men@work. Das Projekt wird im Rahmen eines einwöchigen Lagers vorbereitet und besteht aus einem zweiwöchigen Berufspraktikum, gefolgt von einer Dokumentation und anschliessenden Präsentation. Diese zeigen jeweils eindrücklich, wie junge Menschen die Berufswelt erleben und reflektieren. 

Das Parzivalprojekt

Die ganze 11. Klasse geht eine Woche in Klausur in ein nahe gelegenes Lagerhaus. Dort werden einige Motive aus der Geschichte von Parzival seminaristisch beleuchtet. Übergeordnetes Thema ist die Suche nach dem eigenen Gral als symbolisch-spirituelles Bild für die Suche nach seinen Zielen, vom Ausbildungs- und Berzufsziel bis hin zu Fragen nach dem Sinn der eigenen Existnenz.

Das FOSvelos-Projekt

Das FOSvelo ist das Ur-Projekt unserer Schule, im nächsten Schuljahr findet es zum fünfzehnten Mal statt. Von Jahr zu Jahr konnten Erfahrungen eingebaut werden und die Velos selbst und die Abläufe haben sich stetig verbessert. Das FOSvelo-Projekt ist ein Paradebeispiel dafür, wie Kompetenzerwerb und interdisziplinäres Lernen sich so verbinden, dass die Teilnehmenden über eine längere Zeit hinaus motiviert mitarbeiten. Und nicht zuletzt ist es ein Beispiel dafür, wie man ökologisches Handeln vermittelt. 

Das Artparcours-Projekt

Wer den Schwerpunkt Design&Kunst wählt, wird im Artparcours-Projekt für einige Tage den "Kunstraum Basel" erforschen. Besuche von Museen und Ausstellungen sollen vor allem das Spektrum der zeitgenössischen Kunst mit ihrer scheinbaren Beliebigkeit und ihrem unermüdlichen Spiel, mit Medien (Materialien) und Botchaften (Formen) zu experimentieren, sichtbar und erkennbar machen. 

Das Venedigprojekt

Was für den Schwerpunkt Oekologie die Veloreise am Ende des Schuljahres ist, das führt die Schülerinnen und Schüler des Schwerpunktes Design&Kunst nach Venedig. Es geht dabei weniger um kunstgeschichtliche Führungen, sondern um die selbständige Erarbeitung eines Campo (Platzes) in dieser Stadt. Venedig nimmt den Besucher als Gesamtkunstwerk in seinen Bann nd es geht darum, alles, was eine Atmosphäre ausmacht, zu erkunden: Kunst, Architektur, die Einheimischen und die Touristen, die Achsen der Fuss- und Wasserwege, die Stimmungen im Laufe des Tages usw. Es ist immer wieder erstaunlich, welche tiefe Eindrücke diese Stadt bei den Jugendlichen hinterlässt, die noch nicht mit dem negativen Filter der touristischen Beschlagnahmung die Umgebung wahrnehmen. 

Das Theaterprojekt 

Seit jeher bildet das Theater der 12. Klasse einen wichtigen Schwerpunkt in der FOS. Über drei Monate lang wird intensiv geprobt und jeder Einzelne hat sich den hohen Qualitätsansprüchen zu stellen und wird sich mit seinen je eigenen Grenzen auseinandersetzen. Es geht nicht einfach nur um Theaterspielen, sondern um die minutiöse Beschäftigung mit den komplexen Interaktionen der Bühnenkommunikation. Der Weg von der Vorstellung, die die Lektüre eines Theakterstückes auslöst, bis zur vollständigen Verwandlung in seiner Darstellung unter Einsatz des ganzen Körpers und eines sozial sensibilisierten Raumbewusstseins, bedeutet für viele einen nachhaltigen Entwicklungsschritt. 

Das Architekturprojekt

Am Ende des 12. Schuljahres, nach allen abgeschlossenen Prüfungen, führt eine im Berufsleben stehende Architektin mit der 12. Klasse jeweils ein drei- bis vierwöchiges Architekturseminar durch. Es geht nicht um Architekturgeschichte, sondern um die Erarbeitung einer architektonischen Fragestellung, um die Schärfung der Wahrnehmung eines Ortes und seiner spezifischen Umgebungen, um die Auseinandersetzung mit der Vielschichtigkeit und Vielstimmigkeit von Räumen. Das Projekt beinhaltet eine Fragestellung, die in ein präsentierbares Ergebnis mündet. 

Das Bildungsreise-Projekt

Jedes Jahr findet mit der 12. Klasse eine Bildungsreise nach Paris statt. Die Stadt soll als vielschichteger Ort, an dem europäische Geschichte, die Entstehung der Moderne, urbanistische Konzepte, zahlreiche Mythen und multikulturelle Phänomene sichtbar sind, erforscht und erlebt werden. 

Das Eurythmie-Projekt

Die 11. und 12. Klasse bestreitet jedes Jahr ein abendfüllendes Eurythmie-Programm. Dadurch erhält der Unterriht das ganze Jahr hindurch eine Ausrichtung und es wird der Weg gebahnt, die Eurythmie als Kunst zu erleben und zu präsentieren. Dabei zeigt sich, über welche Kraft des Ausdrucks Jugendliche verfügen, wenn sie nur einmal bereit sind, eingespielte Beurteilungsmuster zurückzustellen. Eurythmie ist eine eminent sozale und hingabevolle Kunst, die einen sinnvollen Gegenpol zu den beliebten Sebstdarstellungsspielen Jugendlicher bilden. 

Das Abschlussarbeitsprojekt 

Die Abschlussarbeit, die mittlerweile auch an staatlichen Schulen ihren Platz gefunden hat, bildet die radikale Umstülpung dessen, was als lehrpersonen-zentrierter Unterricht stattfindet. Entsprechend häufen sich auf diesem Gebiet, in dem alles auf die Selbstinitiative ankommt, die Hochs und Tiefs eigenverantwortlichen Arbeitens. Bei keinem anderen Projekt erhalten die Schülerinnen und Schüler einen so schonungslosen Spiegel ihrer Zupack-Kompeltenz und Verdrängungsstrategien vorgehalten. Die mehrmonatige Dauer führt viele durch die Wüste und manche Idee erweist sich schnell einmal als Fata Morgana. Mit entsprechendem Mentorenaufwand hat es noch jede und jeder geschafft (und den Mentor manchmal auch).